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Die Sammlung
Glücks- und Geldspiel

Das automatische Spiel mit dem Glück existiert bereits seit der zweiten Hälfte des 19. Jhd. Besonders ausgeprägt war die Glücksspielbranche in den USA, was für uns heute zu einer reichen Vielfalt an Exponaten nicht nur aus diesem Teil der Welt führt.

Der Geldspielautomat hingegen ist eine deutsche Erfindung. Bei dem Spiel an einem dieser Geräte ging es nicht allein ums Glück, vielmehr unterliegt das Geldspiel fest definierten, gesetzlichen Vorgaben, die es deutlich vom Glücksspiel unterscheiden.

 

 

The Owl, Mills Novelty Company, Chicago, USA, 1897 

„The Owl“ ist ein Vertreter der amerikanischen Ein-Scheiben-Automaten, die zwischen 1897 und 1915 seine Hochkonjunktur erlebten. Markantes Merkmal dieser Geräte ist die in Segmente unterteilte Scheibe, die durch den Münzeinwurf und Betätigung des Hebels in Bewegung versetzt wird.

   

 

Rol a Tor, Watling Manufacturing Company, Chicago, USA, 1935 

Die Slot mit Jackpot und Pfefferminz-Verkauf traf den Geschmack von Spielenden und Aufstellern. Das auffällige Design mit dem reliefartig gefertigten Aufsatz in Füllhorn-Form war das Besondere an dem beliebten Spielgerät. Unabhängig vom Spielverlauf kam es immer zur Ausgabe der obligatorischen Mintrolle. 

   

  

Totomat,  Apparatebau GmbH,  Berlin,  Deutschland,  1950 

Der Totomat gehört zu den sogenannten Fingerschlägern, die sich bereits kurz nach dem ersten Weltkrieg allgemeiner Beliebtheit erfreuten. Zur Zeit des zweiten Weltkriegs verloren die Fingerschlaggeräte an Bedeutung und erlangten diese erst 1949 wieder.

In diesem Jahr entschied sich Günter Wulff, Automaten zu bauen und konzipierte zusammen mit Alfred Krähe seinen ersten Automaten, den Toto. Kurze Zeit später entwickelte er den Totomat, das erste Erfolgsmodell der Firma Wulff-Apparatebau GmbH. Da das Spiel um Geld am Automaten rechtlich in der BRD noch nicht geklärt war, warfen die Automaten Warenbezugsmarken aus. Dies änderte sich 1953 mit der Durchführungsverordnung, und Geldgewinne konnten ausgezahlt werden.

Mit ein bisschen Geschick konnte der Spieler den Verlauf des Spiels steuern, da es zu versuchen galt, die eingeworfene Münze in einen der Gewinnschächte zu manövrieren. Beim Totomat rollte die Münze vor die Schleudereinrichtung, die von dem Spieler angezogen und losgelassen werden musste. Durch den getroffenen Schacht wurde ermittelt, ob ein Gewinn erzielt wurde und in welcher Höhe.

 

Merkur B, adp automaten GmbH, Espelkamp, Deutschland, 1977

Mit dem Gerät begann die Erfolgsgeschichte der Gauselmann Gruppe. Nach 4-jähriger Entwicklungszeit stellte Paul Gauselmann sein erstes Geldspielgerät "Merkur B" auf einer Sitzung des Deutschen Automaten-Verbandes der Öffentlichkeit vor. Den Namen "Merkur", wählte er, da 1976 das Jahr des Merkurs war, dem Gott der Händler und Kaufleute. Mit diesem Automaten führte er das heute bekannteste Glückssymbol Deutschlands ein - die Merkursonne - und setzten damit den Startschuss für eine sehr erfolgreiche Produktion von modernen Unterhaltungsgeräten.